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Spiegeltherapie

Neurologische Grundlagen

Bewegungen werden durch komplexe Vorgänge im Gehirn gesteuert. Schon als Säuglinge entwickeln wir über tasten, sehen und Wahrnehmung der Stellung unserer Gliedmaßen im Raum ein Körperschema. Dieses wird im motorischen Kortex des Gehirns abgespeichert und ermöglicht uns scheinbar automatisch die Ausführung von einmal erlernten Bewegungsabläufen.

Nach Amputationen, Nervenverletzungen oder Schlaganfällen führt die willentliche Ansteuerung nicht zu der gewünschten Bewegung. Die Repräsentationsareale im Gehirn verändern sich und werden mit anderen Informationen „überschrieben“. Die Folge können Phantomschmerzen, Missempfindungen oder Funktionsbeeinträchtigungen sein. Die Spiegeltherapie setzt dort an, wo eine Körperregion oder ein Gehirnareal geschädigt ist und macht sich die Lernfähigkeit des Gehirns zu nutze.

Indikationen

  • Funktionsminderung von oberen und unteren Extremitäten nach Schlaganfall
  • Phantomschmerzen nach Amputationen
  • Erarbeiten von Bewegungsabfolgen nach Amputationen
  • Schmerzzustände und Funktionsminderung bei Morbus Sudeck, CRPS
  • chronische Schmerzen

Therapieablauf

Ist zum Beispiel eine Hand funktionsgemindert, so wird diese bei der Therapie durch den Spiegel verdeckt. Mit der gesunden Seite werden Bewegungen und Übungen ausgeführt. Dabei wird die gesunde Hand im Spiegel beobachtet. Im Gehirn werden nun die zugehörigen Areale der erkrankten Seite aktiviert. Diese Stimulation der Gehirnareale verhindert das oben beschriebene „Überschreiben“ und kann einen begonnenen degenerativen Prozess sogar umkehren. Therapieziel ist, dass die betroffene Hand die Bewegungen der gesunden Hand parallel mit ausführt und so schrittweise ihre normale Funktion wiedererlangt. Bei regelmäßigem Üben sollte nach etwa 5 Therapieeinheiten ein positiver Effekt sichtbar sein. Die Therapie wird dann über 10-15 Sitzungen weitergeführt. Für den langfristigen Therapieerfolg ist es wichtig, täglich bis zu 3 mal 10 Minuten auch zu Hause vor dem Spiegel zu üben.

Quelle: http://www.uniklinik-ulm.de/fileadmin/Kliniken/Chirurgische_Klinik/chirurgie3/Spiegeltherapie.pdf

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